Juneau
Wir schreiben den 20. Dezember 2008. Es ist elf Uhr am Morgen und mein verdammter Zug hat sage und schreibe 20 Minuten Verspätung. An sich zum Glück aber nicht schlimm, da mein Anschlusszug erst um 12.27 Uhr fährt. Aber meine armen Füße.

In Basel angekommen wurde dann auf Biggi gewartet – unser aller erstes Negative Konzert stand bevor. Aufregung pur. Mit dem Zug (der wundersamer Weise pünktlich war) ging es dann mit Schneckentempo Richtung Karlsruhe, wo wir gegen 14.10 Uhr eintrudelten. Nach der netten Auskunft der „Deutsche Bahn“ Mitarbeiterin: „Alle in diese Richtung außer die 3 und die 6.“ kauften wir uns noch ein 24 Stunden Ticket (was, wie sich später herausstellte, unnötig war) und nahmen den nächst besten Zug der keine 3 und keine 6 enthielt in „diese Richtung“ zum Ettlinger Tor. Wo wir auch gleich das „Substage“ fanden. Wir checkten kurz die Lage (fünf anwesende Personen) um dann im nahe gelegenen Kaufhaus noch einige wichtige Dinge zu erledigen um uns dann zu den schon sieben Personen zu bequemen.

Dank warmer Gedanken und einer Unfalldecke erfroren wir nicht, bekamen mit zwei Mädels aus Karlsruhe und Stuttgart nette Gesellschaft und auch noch ein Mädel aus Bayern gesellte sich zu uns. Bis knapp zwei Stunden später dann auch Greeny und ihre Schwester eintrudelten (und ich Ochse hatte sie (mal wieder) nicht sofort erkannt). Nun waren wir schon zu sechst, dass das bayrische Mädel sich wieder ihrer Gruppe zugewandt hatte.

Dass um 19 Uhr die ersten Tore geöffnet wurden, löste einen kleinen Ansturm aus, der dafür sorgte dass wir bis 20 Uhr eingepfercht wie in einer Sardinenbüchse in einem kleinen Vorraum standen und uns gegenseitig versuchten zu unterhalten. Als dann endlich auch die zweite Tür geöffnet würde war der Andrang wirklich groß, und der Typ von der Security brüllte energisch etwas von Ausweis- und Taschenkontrolle und dass Drängeln gar nichts bringen würde. Meine Tasche war sogar noch vor mir im Inneren des Substage (!!) und meine Hüfte blieb an der Tür hängen (schmerz!). Jedenfalls behaupteten beide Security das Essen wie Trinken nicht erlaubt sei und Parfüm und Deos abzugeben seien (stellt sich mir nur noch immer die Frage, wieso ich mein Essen behalten durfte, mein Trinken aber nicht und Biggi ihr Deo wieder in die Pfoten gedrückt bekam, unsere Stuttgarterin aber ihr Parfüm abgeben musste). Jedenfalls brachte Biggi die Jacken zur Garderobe während ich noch einen guten Platz in der 2. Reihe gleich auf gerader Linie zu Jay besetzte.

Gegen 21 Uhr kam dann die Vorband „Substyle“ auf die Bühne, enterte die meisten Herzen der Fans und legte eine für mich grandiose Show hin. Zwar waren die beiden Mädels links neben mir nicht angetan von der Band, beschimpften sie sogar, aber die Laune verderben, wegen zweier Meckerliesen wollte ich mir nicht. Nachdem ich dann den zerbrochenen Drumstick von der Schlagzeugerin gegen den Schädel geschmissen bekam und Biggi ihn danach für sich ergattern konnte, verließen Substyle die Bühne und es wurde in einem rasantem Tempo umgebaut.

Ich schätze es auf 22 Uhr – 22.15 Uhr als Negative die Bühne in Beschlag nahmen. Gut, zuerst war es nur Fronthäschen Jonne, der Mutterseelenallein mit Akkustikgitarre auf die Bühne schlich und nicht wirklich zu wissen schien, welcher Teufel ihn da gerade ritt. Dann stimmte er „My my/Hey hey“ an und sofort begann der ganze Club mitzusingen. Diese zeit nutze der Rest der Band mehr oder weniger ungesehen auf die Bühne zu klettern um ihren Fronter brav zu unterstützen. Das Jonne herum sprang wie ein Durcell-häschen auf Speed muss ich glaube ich nicht wirklich erwähnen. Nach dem Opener folgten „Devil on my Shoulder“, „In my heaven“ sowie „Lust’N’Needs“. Dann fing er ein wenig an zu plaudern, darüber dass die Grippe in der Band umginge und so weiter. Darauf folgte dann zu meinem erlauchten Glücksgefühl Jay endlich live sehen zu können „The moment of our Love“.

Nach den Songs „Sealed“ und „Giving up“ folgte eine kleine Akkustikeinlage seitens Jonne, welcher sich laut Setlist „Wish you where here“ nannte, aber dann doch „Still Alive“ war, welches das Vorhaben der Fans, dieses bei der Zugabe lautstark zu fordern, zunichte machte. Natürlich schätzten sich alle Fans im Substage glücklich und sangen das Lied lauthals und voller Gefühl mit, auch wenn die Kommunikation zwischen uns und Jonne ein wenig haperte, als er uns zum weiter singen animieren wollte um selber eine Verschnaufpause zu bekommen.

Es folgten „An Ornament“, „After All“ und „Naive“ bei denen mit geklatscht, gesungen und gebrüllt wurde. Danach folgte noch „Frozen to loose it all“ und irgendwo dazwischen hatte Jonne dann die Weihnachtsmütze eines Fans auf, auf der groß „Jonne“ stand. Larry schwebte wie immer nahezu in anderen Sphären, zog ab und zu einen Schmollmund oder schaute ganz verkniffen. Antti war da etwas beweglicher, konnte mit Jonnes Bewegungsdrang allerdings bei weitem nicht mithalten.

Als „Motherfucker“ und „Planet of the sun“ vorbei waren, heizten sie uns mit „One last shot“ noch einmal zu Höchstleistungen an, um dann grinsend von der Bühne zu verschwinden. Was allerdings nicht allzu lange dauerte, da wir mit penetrantem Klatschen eine Zugabe forderten. Diese wurde auch in Form von „Glory of the Shame“, „Until your mine“ und „Won’t let go“ umgesetzt. Zwischen den Songs angelte sich Jonne nicht nur eine originalgroße Finnlandflagge aus der Menge, sondern nahm Larry mit seinen Hosenträgern auch mal kurzerhand an die Leine, was dem Lockenkopf einen eher verwirrten Blick bescherte.

Danach ging es im Eiltempo zum Verkaufsstand von „Substyle“ und eine CD zu ergattern die auch noch liebevoll mit Namenswidmung von allen sechs unterschrieben wurde. Wirklich alle sechs sind super sympathische Menschen. Danach ging es zum Negativestand wo ich zwei Schlüsselanhänger und einen Pulli ergatterte und mir der Typ mal eben 10 € zuviel wiedergab.

Greeny und deren Schwester wieder gefunden machten wir uns auf den Weg nach draußen um ein Autogramm und Foto zu ergattern. Leider ging Biggi leer aus, da Jonne schon im Bus verschwunden war. Wie alle anderen außer Jay, der kam brav zurück, machte Fotos mit uns und gab Autogramme.

Und danach ging es nach Hause oder besser gesagt zum Bahnhof, in den Mc Donalds bis um 5 Uhr am morgen und dann mit 30 minütiger Verspätung heimwärts Richtung Basel.

 

Quotes:
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Typ: "Guck mal schlafen die?"
wir: "Nein, wir tun nur so!"
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Jonne: "... this f*cking flue.."
Ich: "F*ck, er hat gereimt!" 
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Ich: "Seht ihr, schon sind wir alle wieder verwandt!"
Greeny: "So schnell kann's gehen!"
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Ich: "Hier reichts nach faulen Eiern..."
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Allisia: "Hallo Flo!" (zu einem aus der Crew)
'Flo': "Falsch! *g*"
Allisia: "Nein, Toby! mist!"
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Ich: "So manchmal..."
Biggi: "manchmal, aber nur manchmal.. *sing*"
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Biggi: "Die Frau ist doch gestört! Ehrlich!"
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Photos!!

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Videos

Negative - In my Heaven

Negative - Last Part of "One last Shot"

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